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Methodische Fehler seien die Ursache für die negative Bewertung der Umweltwirkungen von Biotreibstoffen. Mit dieser Aussage nimmt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) Stellung zu einer in der vergangenen Woche von "Spiegel Online" veröffentlichten Meldung. Die ungeprüfte Übernahme und Verbreitung von zentralen Aussagen einer US-Studie habe in Fachkreisen für Diskussionen über die bisher vorliegenden Ökobilanzergebnisse von Biokraftstoffen geführt, berichtet UFOP. Zu Fehlschlüssen in der Studie komme es, weil sich die Autoren nicht an die international geltenden Regeln zur Erstellung von Ökobilanzen gehalten hätten, heißt es weiter. Es würden Daten zugrunde gelegt, die üblicherweise in Ökobilanzen nicht verwendet würden. Als Beispiel dafür werden die Nahrungsaufnahme der Landwirte sowie überholte Daten zur Produktion von Stickstoffdüngern aus den 1970er Jahren genannt. Daher nehme UFOP den Pressebericht zum Anlass, erneut auf die Gemeinschaftsstudie von UFOP und der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen (FVV) hinzuweisen. Diese Studie sei vom Institut für Energie und Umwelt erarbeitet worden und stehe, im Gegensatz zur Studie der amerikanischen Autoren, Interessierten kostenfrei zur Verfügung. (ED)
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