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Widersprüchliche Informationen kommen aus der Ukraine hinsichtlich der Quotierung von Getreideexporten. Die Obergrenzen sind möglicherweise nicht komplett abgeschafft. Am 23. April hatte Regierungschefin Julia Timoschenko im offiziellen Regierungspressedienst das Ende der Exportquoten für Weizen und Gerste verkündet. Kurz darauf scheint eine Regierungsverordnung veröffentlicht worden zu sein, in der lediglich von einer Aufstockung der Quoten die Rede ist, berichten Medien. Doch selbst hier gehen die Informationen auseinander. Übereinstimmung gibt es zur geplanten Aufstockung der Exportquote für Gerste von 400.000 auf 900.000 t. Völlig unklar ist jedoch die vermutliche Höhe der Exportquote für Weizen. Die Angaben reichen von 1.200 t bis zu 1,2 Mio. t.

Die unklare Nachrichtenlage hat zwei Gründe. Grundsätzlich kommt es in der aktuellen Regierung in Kiew immer wieder zu voneinander abweichenden Informationen wegen konkurrierender Interessen von Premierministerin, Präsident und Parlament. In den zurückliegenden Tagen kam hinzu, dass der Regierungsbetrieb wegen der Feiern zum orthodoxen Osterfest und dem anschließenden Maifeiertag eine Woche lang praktisch stillstand. Erst seit heute tröpfeln wieder Informationen. Zuverlässige Angaben zu den Getreideexportquoten waren jedoch bis Montagnachmittag noch nicht verfügbar. (En)

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