Viel Braugerste in der EU drückt Preise

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In den Frühernteregionen der EU lassen die Braugerstenpartien gute Erträge und Qualitäten erkennen. Im Schnitt werden Eiweißwerte von 10 bis 11 Prozent genannt. Marktbeobachter gehen bei den späteren Lagen von mittleren Erträgen mit recht unterschiedlichen Qualitäten aus. Sie prognostizieren inzwischen EU-weit ein Braugerstenüberschuss von von knapp 1,5 bis maximal 2,5 Mio.t. Diese Aussichten wirken sich bereits auf die Preisbildung aus. Ein gewisser Druck kommt aus Österreich und Ungarn sowie aus Frankreich. Ab Österreichischer Station werden für Braugerste aktuell um 220 Euro je Tonne genannt. Fob Mosel sind 240 Euro im Gespräch. Franko süddeutscher Mälzerei stellt sich der Handel 245 bis 255 €/t vor. Allerdings halten sich die Malzhersteller bislang sehr bedeckt. Jedenfalls gibt es von dieser Seite kaum Anfragen. Als Erzeugerpreise werden in Süddeutschland gegenwärtig etwa 220 €/t netto, Valuta 1. Oktober genannt. (HH)
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