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In den Lägern von Landwirtschaft und Handel befinden sich noch rund ein Viertel der deutschen Getreideernte 2008. schätzt der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), Bonn. Noch höher sind die Bestände in marktfernen Gebieten. Hier zeigt eine Umfrage unter den Landhandelsbetrieben, dass noch ein Drittel des Getreides auf den Höfen liegt. BVA-Präsident Bruno Fehse Fehse sagte heute in Bonn, dass vor allem hochwertiger Qualitätsweizen teilweise überlagert werde. Dagegen wird nach seiner Einschätzung A- und B-Weizen zum Ende des Wirtschaftsjahres eher geräumt sein.

Für die neue Ernte erkennt Fehse angesichts der derzeit guten bis normalen Ernteaussichten kein deutlich höheres Preisniveau. Er bleibe aber bei seiner Aussage von Erzeugerpreisen zwischen 135 €/t für Standardweizen und 150 €/t für E-Weizen für die kommende Saison. Bisher sind nach BVA-Beobachtung kaum Vorkontrakte für die neue Ernte gemacht worden. Bei Raps seien es höchstens 10 Prozent und bei Getreide noch weniger. Im vergangenen Jahr seien zu diesem Zeitpunkt schätzungsweise bereits 50 Prozent der deutschen Rapsernte und etwa 25 Prozent der Getreideernte vermarktet gewesen. (St)

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