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In Österreich ist die Getreideernte nun weitgehend abgeschlossen. Eine Beurteilung der Ernte 2008 erfolgt am treffendsten nach den Kriterien „vor dem Regen“ und „nach dem Regen“. Ein endgültiger Überblick über die Qualitäten sei insbesondere bei Roggen noch nicht gegeben, heißt es bei der Marktordnungsstelle AMA. Sie seien jedenfalls sehr unterschiedlich. Bei spät geerntetem Getreide trete weit verbreitet Auswuchs auf. Bei Weichweizen sollen demnach nur 20 Prozent der im Jahresvergleich mit 1,618 Mio. t um 19 Prozent größeren Produktion einen Proteingehalt von 14 Prozent und mehr aufweisen.

Die Mengenbilanzen sind von teilweise signifikant höheren Hektarerträgen und von Verschiebungen in der Flächenverteilung geprägt. Der Ertrag stieg im vergelich zum Vorjahr um 18,4 Prozent bei Weichweizen, um 51,5 Prozent bei Sommergerste, um 32,4 Prozent bei Durum und um 10 Prozent bei Raps. In der Flächenverteilung kam es zu Verschiebungen zugunsten von Wintergerste (plus 14,2 Prozent), Weichweizen (3,9 Prozent) und Körnermais (4,6 Prozent) sowie Raps (41,8 Prozent). Durum und Triticale mussten auf Kosten von Sommergerste Einbußen von 15 Prozent hinnehmen, Hafer von 14,2 Prozent und Körnererbsen von 20,5 Prozent. Insgesamt mobilisierten Österreichs Landwirte aus der Aufhebung der Stilllegung zusätzliche 25.000 ha Ackerfläche. (pos)

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