Vielzahl kleiner Fehler im EU-Agrarhaushalt 1999 angemahnt

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Mit der Finanzverwaltung der EU-Kommission unter dem Präsidenten Romano Prodi ist der Europäische Rechnungshof in Luxemburg insgesamt zufrieden. In seinem heute in Straßburg vorgestellten Bericht für den Haushalt 1999 lobt der Rechnungshof, die neue Kommission habe zusätzliche Kontrollen eingeführt, damit sich Unregelmäßigkeiten unter der zuvor zurück getretenen Kommission nicht wiederholten. Allerdings fehle es häufig noch an der Umsetzung von Reformideen. Bei der Abwicklung des Agrarhaushaltes 1999 stellte der Rechnungshof eine Fülle von kleineren Fehlern fest. Zumeist handele es sich um leicht überhöhte Angaben über Flächen- und Tierbestände durch Landwirte. Zur Lösung wird eine Vervollständigung des integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (Invekos) von der Luxemburger Behörde angemahnt. Es handele sich bei den Fehlern zumeist um Beträge von unter 100 Euro, entgegnete die Kommission dem Rechnungshof. Diese würden von den Landwirten häufig gar nicht erst eingezogen, weil sich der Verwaltungsaufwand dafür nicht lohne. Die Kontrollen im Rahmen des Invekos zu verschärfen, sei teurer als der erwartete Nutzen, gibt die Kommission zu bedenken.(Mö)
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