Fleischbranche

Vion Food erzielt wieder Gewinn


Vion Food erzielte 2015 bei einem Umsatz von 4,6 Mrd. € ein Nettoergebnis von 22 Mio. €. Im Jahr 2014 lag der Nettoverlust bei 21 Mio. €. Ursache für den um 8,4 Prozent gesunkenen Umsatz seien vor allem niedrige Erlöse für Schweinefleisch, teilte der niederländische Fleischkonzern heute mit. 2015 habe Vion Food das auf mehrere Jahre ausgerichtete strategische Investitionsprogramm seiner Standorte weiter umgesetzt und insgesamt 64 Mio. € investiert. Die Zahl der Produktionsstandorte verringerte sich innerhalb von zwei Jahren von 35 auf 25, ohne dabei an Volumen zu verlieren, wie der Konzern betont.

Waldkraiburg wird modernisiert

In Deutschland wurden ein Standort für Schweinefleisch (Straubing) und zwei Standorte für Rindfleisch (Anklam und Frankfurt/Main) geschlossen. Ein weiterer Standort für Schweinefleisch (Bad Neustadt) wurde verkauft. Investiert wurde in die Standorte Groenlo, Landshut, Vilshofen und Waldkraiburg. Im August 2016, nach Beendigung der Umstrukturierung, werde Waldkraiburg in Süddeutschland einer der modernsten Verarbeitungsbetriebe für Rindfleisch in ganz Europa sein, heißt es in dem Jahresbericht.

Fleischpreise drücken den Umsatz

2015 wurden die Netto-Umsatzerlöse des Konzerns von niedrigen Fleischpreisen, insbesondere im Schweinefleischbereich, negativ beeinflusst. Obwohl die Absatzmengen relativ stabil blieben, hatte dies Einfluss auf die Margen und wirkte sich auf das Ergebnis vor Zins, Steuer und Abschreibungen (Ebitda) aus, das um 13 auf 45 Mio. € sank. Trotzdem erhöhte sich das Betriebsergebnis um 11 auf 31 Mio. €, wozu 18 Mio. € niedrigere Restrukturierungskosten und 6 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen beitrugen.

Eigenkapital wächst

Die Gründe für das positive Nettoergebnis von 22 Mio. € liegen laut Vion hauptsächlich in der Verbesserung des Betriebsergebnisses um 11 Mio. € und in den um 16 Mio. € niedrigeren Finanzaufwendungen, die hauptsächlich auf eine außergewöhnlich hohe Zinsbelastung bei Pensionen im Jahr 2014 zurückzuführen sind. Die Eigenkapitaldecke erhöhte sich von 397 auf 416 Mio. € und die Eigenkapitalquote stieg von 40,5 aus 44,1 Prozent.

Schweinepreise weiter unter Druck

Für den ersten Teil des Jahres erwartet Vion Food einen anhaltenden Preisdruck auf den Schweinefleischsektor. Vor der 2. Jahreshälfte sei nicht mit einer Rückkehr zu einem normaleren Preisniveau zu rechnen. In der Rindfleischbranche werde die kontrollierte Reduzierung der Milchproduktion das Schlachtvolumen beeinflussen. (SB)
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