Das Unternehmen verzeichnete einen Rückgang der Netto-Umsatzerlöse von 7 Mrd. € im Jahr 2013 auf 5 Mrd. € im Jahr 2014. Grund für den geringeren Umsatz sei der Verkauf von Vion Ingredients, gab die Gruppe bekannt. Das Ebitda aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit lag bei 60 Mio. €, im Vorjahr verzeichnete Vion noch ein Ebitda von 196 Mio. €. Die Nettoverbindlichkeiten lagen 2014 bei minus 87 Mio. €, man habe jedoch eine starke Liquiditätsposition mit liquiden Mitteln in Höhe von 198 Mio. € zum Bilanzstichtag 2014 und sei deshalb de facto schuldenfrei, schreibt das Unternehmen.

Nach dem Verkauf von Vion Ingredients und Oerlemans Foods, der Schließung und dem Verkauf mehrerer Standorte auch in Deutschland sowie einem Umbau der Führungsebene versucht Vion, wieder in ruhigere Gewässer zu kommen. Man wolle sich nun auf die Produktion und Verarbeitung von Frischfleisch in den Niederlanden und in Deutschland konzentrieren, schreibt der Konzern. „Das vergangene Jahr war für uns ein sehr intensives Jahr“, sagte Interims-Vorstandschef Tom Heidman. „Wir gehen davon aus, dass wir bis zum Ende des Sommers einen neuen CEO berufen können.“

Erst im Januar verließ der bisherige Vorstandsvorsitzende des niederländischen Lebensmittelkonzerns, Michiel Herkemij, das Unternehmen. Als zeitlich befristeter Vorstandsvorsitzender hat Aufsichtsrat Tom Heidman seinen Job übernommen. Seit Mai hat Vion Food auch einen neuen CFO, Dr. Joost Sliepenbeek. Nun gab das Unternehmen bekannt, dass das Aufsichtsratsmitglied Cees van Rijn „auf eigenen Wunsch“ zurücktritt. Sein Posten ist noch vakant. (mas)



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