Fleischverarbeitung

Vion holt Otto Nocker zurück

Die Vion Food Group baut ihre Präsenz in Bayern durch den Erwerb von Otto Nocker in Germaringen und sechs Fleisch- und Frischemärkten aus. Die Unternehmen gehörten bisher zur insolventen Lutz Fleischwaren Unternehmensgruppe, die Vion im Jahr 2014 verkaufte. Neuer Haupteigentümer wurde damals ein Konsortium aus der Münchner Beteiligungsgesellschaft Paragon Partners zusammen mit Jürgen Abraham und Norbert Barfuß. Im April meldete die Lutz Convenience Food Insolvenz an. Vion habe nun in einem Bieterverfahren den Zuschlag für Otto Nocker erhalten, teilte der niederländisch-deutsche Konzern mit.

2013 hatte Vion eine neue Unternehmensstrategie beschlossen und angekündigt sich von der Lutz-Gruppe zu trennen. Zu dem damaligen Verkaufspaket gehörte auch Otto Nocker. „Die Wurstwaren-, Schnitzel- und Frikadellenproduktion gehören in Zukunft nicht mehr zum Kerngeschäftsfeld von Vion“, begründete die Konzernspitze damals die Entscheidung. Vion gab an sich auf die Schlachtung und Zerlegung konzentrieren zu wollen. Nun wird genau andersherum argumentiert. Nocker passe hervorragend zur neuen Strategie von Vion mit einer Vertiefung der Wertschöpfungskette. COO Beef Bernd Stange betonte, die Stärkung der Marke Nocker stehe für Vion im Fokus. Er versichert den Kunden die Fortführung der bisherigen Geschäftsbeziehungen bei weiterhin höchstem Qualitätsstandard.

Mit dem Zukauf der sieben Standorte in Germaringen, Ingolstadt, Traunstein, Günzburg, Kulmbach, Blaichach und Hammelburg baut Vion seine führende Marktposition in Bayern aus. Die Betriebe hatten zuletzt einen Umsatz von rund 50 Mio. €. Die Übernahme bedarf noch der Zustimmung der jeweiligen Gläubigerausschüsse und der Kartellbehörden. (SB)
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