Die Erzeugung von Fleisch ist zum Gegenstand ökologischer, sozialer und ethischer Debatten geworden. Diesen will sich Vion nun offensiv stellen: Erstmals legte der niederländisch-deutsche Schlachtkonzern jetzt einen CSR-Bericht vor (Corporate Social Responsibility).

Ein Jahr bevor per Gesetz alle größeren deutschen Unternehmen dazu verpflichtet werden, weist der Konzern nicht nur seine finanzielle Bilanz aus, sondern legt auch erstmals Rechenschaft über sein soziales und ökologisches Handeln ab. „Transparenz ist Teil unserer Unternehmens-DNA geworden“, sagt Gereon Schulze Althoff bei der Präsentation des Werks in Frankfurt am Main.

Transparenzoffensive im Internet

Damit verweist er auch auf die im Herbst 2016 gestartete Transparenzoffensive. Die Seite www.vion-transparenz.de gibt Einblick in die Produktion, stellt Untersuchungsergebnisse und Auditberichte vor und bietet ein Forum zur Beantwortung von Verbraucherfragen. Gut 80.000 Zugriffe registrierte das Schlachtunternehmen seit dem Start im Oktober bis heute.

Die Transparenz in der Kommunikation hat der Konzern daher auch als eins der wesentlichen Themen für seinen Nachhaltigkeitsbericht benannt. Zusammen mit den verschiedenen Anspruchsgruppen hat Vion unter allen 30 relevanten Themen diejenigen identifiziert, die die größte Bedeutung haben und zugleich am günstigsten zu beeinflussen sind. Daraus ergaben sich 15 Kernthemen, darunter die Top 3 aus Lebensmittelsicherheit, Tierschutz sowie Transparenz.

Im Dialog mit Stakeholdern

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Für alle diese Themenfelder will Vion gemeinsam mit den jeweiligen Stakeholdern Lösungen entwickeln und Fortschritte erzielen. So legt der Konzern im Kapitel Tierschutz bei Transport und Schlachtung beispielsweise dezidiert dar, wie man im Jahr 2016 einen Firmenstandard für die Schlachtausrüstung definiert hat. Für Schweine bedeutet das die Betäubung im CO2-Backloader mit mindestens vier Tieren pro Gondel und einer CO2-Konzentration von über 90 Prozent. Für 2017 haben sich die Verantwortlichen vorgenommen, den Fokus auf den Tierschutz zu legen, die Mitarbeiter hierzu stetig weiterzubilden und zu betreuen sowie die Infrastruktur zu verbessern. So steht in jedem Kapitel des mehr als 80 Seiten starken Werks der Status 2016 der Zielsetzung für 2017 gegenüber.

Vion hat einen weiteren gesellschaftlichen Auftrag angenommen: Das Unternehmen will sich aktiv für Fleisch als Teil einer gesunden Ernährung einsetzen. So unterstützt der Schlachtmulti zum Beispiel die Forschung. „Wir finden es wichtig, dass Verbraucher ein umfassendes Bild der wissenschaftlich fundierten Information erhalten“, heißt es hierzu im CSR-Bericht, der auf den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) basiert. (si)
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