Fleischverarbeitung

Vion sorgt für Transparenz

Wie viele Rinder sind beim Transport zum Schlachthof verstorben? Wie hoch ist der Anteil der Schlachtschweine, bei denen die Amtstierärzte krankhafte Veränderungen der Leber diagnostizierten? Die Antworten auf diese Fragen und viele weitere Informationen gibt der deutsch-niederländische Fleischkonzern ab sofort im Internet.

Faktenbasiertes Informationsangebot

Vion ist damit nach eigener Einschätzung das erste Unternehmen aus der Fleischbranche, das virtuell seine Türen öffnet und der Öffentlichkeit Einblicke in den Produktionsprozess gewährt. „Wir wollen mit unserer Transparenzoffensive ein objektives und faktenbasiertes Informationsangebot schaffen, bei dem sich interessierte Verbraucher und Interessengruppen direkt ein Bild von unserer Arbeit und den Ergebnissen der Kontrollen machen können“, erklärt CEO Francis Kint.

Ergebnisse der amtlichen Fleischuntersuchungen

Unter anderem werden die Ergebnisse der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchungen veröffentlicht. Demnach sind in 3. Quartal 0,02 Prozent der Rinder und Schweine beim Transport  zum Schlachthof verstorben. Nach der Untersuchung der Tiere bei der Ankunft im Schlachthof ließen die Tierärzte 0,07 Prozent der Schweine und Rinder nicht zur Schlachtung zu.

34 Prozent der Schweine mit pathogenen Befunden

Nach der Schlachtung wurden bei Rindern 2,55 Prozent der Schlachtkörper als für den menschlichen Verzehr ungeeignet verworfen; bei Schweinen lag die Quote mit 0,17 Prozent deutlich niedriger. 34 Prozent der Schweine wiesen krankhafte Veränderungen an Organen wie Leber, Lunge Herz und Darm, Abszesse sowie Gelenkerkrankungen auf. Bei den Rindern lag die Quote für pathogene Befunde bei 23,66 Prozent.

Filme informieren über Produktion

Neben diesen statistischen Daten bietet Vion auf der Website Filme und Texte, in denen Mitarbeiter erklären, wie Schweine und Rinder geschlachtet, zerlegt und weiterverarbeitet werden. Interessenten erfahren auch, an welchen Standorten Vion arbeitet, wie viele Tiere dort geschlachtet und aus welchen Regionen die Betriebe beliefert werden. (SB)
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