Schweinemarkt

Vion zahlt für Eber weniger

Vion Deutschland passt seine Abrechnung der Jungeber zum 4. September an. Bislang, hatte das Unternehmen auf den Einsatz einer speziellen Ebermaske verzichtet. Doch nachdem im Juli erst Tönnies und dann auch Westfleisch ihre Ebermasken anpassten, musste auch Vion reagieren. Weil sich seitdem die Ebererlöse bei Tönnies und Westfleisch verschlechtert hatten, verkauften viele Landwirte ihre Eber an Vion.

Dass Vion nun auf dieses Überangebot reagierte, komme nicht überraschend, so die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Die neue Ebermaske werde nach Berechnungen von Vion dazu führen, dass für unkastrierte männliche Mastschweine in Zukunft rund 3 € weniger bezahlt werden. Damit bewege sich der Erlösrückgang in der gleichen Größenordnung wie bei den Mitbewerbern, stellt die ISN fest. Die ISN sieht die jüngste Entwicklung als einen Beleg dafür, dass die Grenzen der Aufnahmefähigkeit des Marktes für Eber sichtbar werden. Notwendig seien deshalb mehr Alternativen zur betäubungslosen Kastration von Ferkeln. (SB)
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