Das Schmallenberg-Virus grassiert in immer mehr Bundesländern. Mindestens acht Bundesländer melden Infektionen. Erstmals sind auch sechs Fälle in vier Landkreisen in Brandenburg diagnostiziert worden, teilt das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz aus Potsdam heute mit. Auch Thüringen meldet erste Infektionen mit dem Virus. In Deutschland steigt damit die Zahl der Betriebe mit Tieren, auf denen das Schmallenberg-Virus festgestellt wurde, auf 186, heißt es dazu heute Nachmittag beim Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Insel Riems. Neben Brandenburg und Thüringen haben bisher Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen Fälle gemeldet. Dabei sind überwiegend Schafe und in wesentlich geringerer Anzahl Rinder und Ziegen betroffen. Die Länderbehörden rufen alle Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter auf, bei vermehrten Aborten, Totgeburten oder Missbildungen bei Kälbern oder Lämmern den Hoftierarzt hinzuzuziehen und vorsorglich eine diagnostische Abklärung zu veranlassen. Leitsymptome beim Rind sind Milchrückgang, Fieber und Durchfall.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium will eine Meldepflicht für das Schmallenberg-Virus einführen. Sie könne nach Zustimmung des Bundesrates frühestens Ende März in Kraft treten. (sta)
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