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Geflügelhalter in Sachsen-Anhalt sollen alle geeigneten Maßnahmen ergreifen, um einen Kontakt zwischen Haus- und Wildgeflügel zu unterbinden, insbesondere in den tierreichen Landkreisen und im Umkreis der als besonders gefährdet eingestuften Rastplätze für Zugvögel. Das sind zum Beispiel Gebiete entlang von Elbe, Saale, Havel und Mulde sowie das Gebiet um den Arendsee, die Gerlebogker Teiche (Landkreis Bernburg) und den Schollener See (Altmark), heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Zudem werden Betriebe in Landkreisen mit besonders hoher Geflügeldichte zu zusätzlichen Maßnahmen aufgefordert. Sie sollen auf ungeschützte Futterstellen im Freiland verzichten. Gleichzeitig sollte das Geflügel in Risikogebieten in den Stall gebracht oder durch Netze geschützt werden.

Über diese neuen Maßnahmen hinaus müssen Geflügelhalter ohnehin ab dem vergangenen Samstag (15. Oktober) für zwei Monate bis zum 15. Dezember Tiere, die nicht ausschließlich im Stall sind – also im Freiland gehalten werden oder Auslauf haben - stichprobenartig untersuchen lassen. Von dieser Bundesverordnung sind in Sachsen-Anhalt 208 Geflügelzüchter sowie Geflügelhalter mit mehr als 100 Tieren betroffen. (ED)

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