Erste Funde

Vogelgrippe erreicht Deutschland

Hühner in der Freilandhaltung müssen besonders geschützt werden.
-- , Fotos: BMEL
Hühner in der Freilandhaltung müssen besonders geschützt werden.

Mehr als hundert Wildvögel an mehreren Seen bei Plön sind an der Vogelgrippe verendet, bestätigt am Dienstag das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Bei den Erregern handelt sich um die hochpathogene aviäre Influenza (Geflügelpest) vom Subtyp H5N8. Weitere Verdachtsfälle aus Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg (Bodensee) werden nach Angaben des FLI derzeit untersucht.

In den vergangenen Tagen wurden Viren bereits bei Mastputen in Ungarn festgestellt. Außerdem sind sie bei wilden Wasservögeln in Ungarn, Kroatien und in Polen nahe der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen worden.

Aufmerksamkeit und Sicherheit erhöhen

Das FLI rät zu erhöhter Aufmerksamkeit und empfiehlt nachdrücklich, alle Sicherheitsmaßnahmen in den Geflügelhaltungen zu überprüfen. Insbesondere sollte der Kontakt von Wildvögeln zu Nutzgeflügel verhindert werden. Dies gilt auch für Vogelhaltungen in Zoos.

Vor genau zwei Jahren im Winter 2014/2015 trat in Mecklenburg-Vorpommern in einer großen Putenmastanlage des Landkreises Vorpommern-Greifswald und bei in Zoos gehaltenen Vögeln in Anklam und der Hansestadt Rostock ebenfalls Geflügelpest durch eine hochpathogene Variante des Influenza-A-Virus des Subtyps H5N8 auf. Das Virus verursachte damals nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden, im Vereinigten Königreich und in Ungarn mehrere Geflügelpestausbrüche in Hausgeflügelbeständen. (mrs)

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