Vogelgrippe in Vietnam

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Nachdem in Vietnam 13 Menschen möglicherweise im Zusammenhang mit der Vogelgrippe gestorben sind, wollen die dortigen Behörden rund 10 Mio. Hühner schlachten. In der südvietnamesischen Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt darf als Vorbeugemaßnahme kein Geflügel mehr verkauft werden. Die geplante Anzahl von Hühnern zu schlachten, soll sich über Monate hinziehen. Bei drei der gestorbenen Menschen konnte der Virustyp H5N1 nachgewiesen werden, der von erkrankten Hühnern übertragen wurde. EU-Verbraucherkommissar David Byrne, der sich zufällig gerade in Vietnam aufhält, kündigte an, er wolle Experten aus der EU schicken. Schließlich konnten die Europäer selbst Erfahrungen mit der Bekämpfung der Vogelgrippe bei einem Ausbruch im vergangenen Jahr in den Niederlanden machen. Die EU importiere keine Geflügelprodukte aus Vietnam, Südkorea oder Japan, erklärte die Kommission am Freitag in Brüssel. Zudem berichtete sie von einer Infektion über Eier oder Geflügelfleisch sei nichts bekannt. Menschen könnten sich mit den gefährlichen Viren nur beim Kontakt mit infizierten Hühnern anstecken. (Mö)
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