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Die Schweiz bestätigte heute den Fund des Geflügelpest-Erregers H5N1 in einem Wildvogel. Es ist der erste Nachweis des Virus seit zwei Jahren. Das Virus wurde bei einer Tafelente auf dem Sempachersee im Rahmen eines Überwachungsprogramms festgestellt. Die Ente zeigte nach Angaben des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET), Bern, keine Krankheitssymptome. Die seit Mitte Oktober 2007 geltenden Schutzmaßnahmen - rund um größere Seen müssen Geflügelhalter ihre Tiere an einer überdachten Stelle füttern und tränken, Wildvögel müssen von Wasserflächen ferngehalten werden und Hühner müssen getrennt von Enten und Gänsen gehalten werden - bleiben in Kraft. Zusätzliche Maßnahmen wie ein Freilandhaltungsverbot hält die Behörde derzeit für nicht notwendig. Das jetzt nachgewiesene Vogelgrippe-Virus sei genetisch fast identisch mit den Viren, die 2007 in Europa auftraten.

Mehr als 600 Wildvögel wurden seit dem vergangenen Oktober in der Schweiz auf Vogelgrippe untersucht, beinahe 200 davon auf dem Sempachersee. Insgesamt sind in der Schweiz bis heute 33 Vogelgrippe-Fälle entdeckt worden. Die übrigen 32 waren alle tot aufgefundene Wasservögel auf dem Genfer- und Bodensee, die zwischen Ende Februar und Ende März 2006 untersucht wurden. (ED)

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