Seuchengefahr

Vogelgrippe trifft Niedersachsen

In der betroffenen Region richtet der Landkreis einen Sperrbezirk im Radius von 3 km sowie zusätzlich eine Beobachtungszone mit einem Radius von 10 km um den Fundort ein. Im Sperrbezirk befinden sich rund 50 Betriebe mit etwa 1.600 Tieren, in der Beobachtungszone ungefähr 360 Tierhaltungen mit 120.000 Stück Geflügel, teilte das Niedersächsiche Landwirtschaftsministerium mit.

Einschleppung durch Nager
Seitens des Ministeriums wird Geflügelhaltern eine verstärkte Vorsorge gegen sogenannte Schadnager, darunter insbesondere Ratten und Mäuse, empfohlen. Wegen der kalten Jahreszeit wandern solche Schadnager auch gern in die Ställe und können das Vogelgrippe-Virus einschleppen. (mrs)
Im Sperrbezirk wird gehaltenes Geflügel auf das Vogelgrippevirus untersucht und unterliegt bestimmten Restriktionen wie etwa der Aufstallung. Das Wildvogelmonitoring wird verstärkt. Sowohl aus dem Sperrbezirk als auch aus dem Beobachtungsgebiet darf kein Geflügel heraus transportiert werden.

Penibel auf Hygiene achten

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer wies darauf hin, dass Bund und Länder eine risikobasierte Aufstallung mindestens in für die Vogelwelt bedeutsamen Gebieten empfehlen. „Wir erwarten, dass dies nun auch in Niedersachsen so umgesetzt wird.“ Der Minister erneuerte seinen Appell an alle Geflügelhalter, strikt die Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. „Das gilt insbesondere für Hygienevorkehrungen etwa durch Schleusen, Desinfektionsmatten, Handwaschbecken und Schutzkleidung. Zutritt zu den Beständen sollten allein die Tierhalter haben.“ Ratsam sei gleichfalls eine präzise Buchführung über eintreffende und ausgehende Lieferungen.

Bund und Länder seien in enger Abstimmung. „Unter anderem herrscht Einigkeit darüber, dass aus Restriktionsgebieten Geflügel nur nach vorheriger Untersuchung auf das Vogelgrippevirus transportiert werden darf“, sagte der Agrarminister. (mrs)








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