Geflügelpest

Vogelzug erhöht Ansteckungsgefahr

Der Herbst ist Vogelflugzeit und Mecklenburg-Vorpommern bietet viele attraktive Gebiete für einen Zwischenstopp von Zugvögeln. Daher warnt das Bundesland im Nordosten vor einem erhöhten Risiko für die Geflügelpest.

Landwirte sollten wachsam sein

Geflügelhaltern, deren Tiere auch unter freiem Himmel laufen, wird geraten Vorsichtsmaßnahmen zu treffen: Tote oder kranke Tiere müssen sofort auf Geflügelpest untersucht werden. Außerdem dürfen Wildvögel weder an das Futter, noch an die Einstreu gelangen. Die eigenen Tiere sollten nicht mit Oberflächenwasser versorgt werden, von dem auch Wildvögel trinken. In allen Verdachtsfällen sollte umgehend das zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt informiert werden, teilt das Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Verbraucherschutz mit. 


Tote Wildgänse, die aktuell in Mecklenburg-Vorpommern gefunden wurden, untersucht das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock (LALLF). Veterinär- und Umweltbehörden im Lande arbeiteten derzeit auf Hochtouren, um die Todesursachen der Wildvögel aufzuklären. Die Ergebnisse waren bisher negativ, meldet das Ministerium. Auch in Niedersachsen bestehe derzeit kein erhöhtes Risiko, teilt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gegenüber agrarzeitung.de mit. Allerdings rate man über das ganze Jahr dazu, wachsam zu bleiben.

Backhaus: Austausch mit China verbessern

Unterdessen weist Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminster Dr. Till Backhaus am Rande seiner Delegationsreise in der chinesischen Provinz Shaanxi, darauf hin, dass er den Informationsaustausch mit China verbessern wolle.  „Die Vogelgrippe ist ein globales Problem und durch den Vogelzug kann es zu jeder Zeit und überall zu Ausbrüchen kommen. Ich werde daher die Gespräche in China auch dazu nutzen, einen besseren Daten- und Informationsaustausch zwischen Deutschland und der Volksrepublik anzuregen, damit wir uns besser auf solche Ereignisse einstellen können.“

Seit Januar wurden in Mecklenburg-Vorpommern 1070 Proben von Wildvögeln zur Untersuchung an das LALLF geschickt. Bisher gab es keinerlei Hinweise auf das Vorkommen eines hochpathogenen aviären Influenzavirus. (has)
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