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Die Kartoffelvermarktung 2009/10 soll besser gelingen als die auslaufende Saison. Das streben Erzeugerorganisationen nicht nur in den Niederlanden an. Auch in Belgien gibt es Bemühungen, einer Anbauausdehnung und damit einer zu großen Menge freier Ware vorzubeugen. Die flämische Kartoffelerzeugervereinigung (UPGB) will ihre Mitglieder gerne zu einer Selbstverpflichtungserklärung überzeugen, die Kartoffelanbaufläche gegenüber 2008 einzuschränken. In mehreren Erzeugerversammlungen erklärten sich jeweils bis zu 80 Prozent der Teilnehmer dazu bereit, meldet das niederländische Agrarisch Dagblad. Aufgeschreckt wurde die Erzeugerorganisation durch eine Schätzung der Nordwesteuropäischen Kartoffelerzeuger (NEPG), die eine größere Kartoffelfläche erwarten.

In den Niederlanden will ein Bündnis, dem sich mittlerweile 5 Erzeugerorganisationen angeschlossen haben, einen Vermarktungspool (SPA) für freie Verarbeitungsware schaffen. Damit ausreichende Markttransparenz und Wirkungskraft möglich ist, muss es aber gelingen, 75 Prozent der freien Verarbeitungsware unter den Pool-Vertrag zu bekommen. Bis Anfang April muss dies noch für den Rest der Ernte 2008 erfolgen, damit einer solchen Lösung für die Ernte 2009 Chancen eingeräumt werden. (brs)

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