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Um auflaufenden Mais gegen Drahtwurmbefall zu schützen, empfiehlt es sich besonders nach Grasumbruch, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Die Firma Agasaat, Neukirchen-Vluyn, die Maissaatgut anbietet, empfiehlt eine Kombination aus Kalkstickstoffdüngung und einer Beizung mit Mesurol und Manager, das exklusiv von Agasaat angeboten wird. Für die Pflanzenschutzmittel, die sich im Kampf gegen den Drahtwurm bewährt haben, wie Poncho, Poncho Pro, Cruiser und Gaucho, fehlt momentan die Zulassung. Daher müsse der Landwirt zu anderen Maßnahmen greifen, um den Jungmais vor dem Drahtwurm zu schützen.

Kalkstickstoff hat auf den Drahtwurm sowohl eine vertreibende als auch vernichtende Wirkung. Es gilt, den Mindestabstand des Düngerbandes vom Korn von mindestens fünf Zentimetern seitlich und nach unten hin einzuhalten. Pro Hektar sollten zwischen 150 und 200 Kilogramm Kalkstickstoff ausgebracht werden. In Kombination mit dem Kalkstickstoff verstärkt die Beize Mesurol zusätzlich die vertreibende Wirkung.

Die Beize Manager unterstützt nach Angaben der Agasaat durch natürliche Aminosäuren die junge Maispflanze nachhaltig in ihrer Frühentwicklung: Wurzelmasse und -oberfläche vergrößerten sich um rund 40 Prozent. Lässt die Wirkung des Kalkstickstoffs nach, sei die Pflanze bereits so gestärkt, dass der Drahtwurm ihr nicht mehr schaden könne.

Gerade bei Risikoflächen könnten sich diese Investitionen schnell lohnen, so Agasaat. Saatgut, welches nicht Mesurol-gebeizt wurde, könne zu hohen Ertragsverlusten aufgrund von Vogelfraß, Fritfliegen- oder Drahtwurmbefall führen. (ED)

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