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Das ukrainische Staatsunternehmen "Chleb Ukrainy" hat als offizieller Beauftragter für die staatlichen Getreideeinkäufe die erste Charge in Höhe von 200.000 t von insgesamt geplanten 1,5 Mio. t Getreide im Rahmen des Termingeschäftes erworben. Wie der Geschäftsführer, Iwan Rischnjak, in der Kiewer Regierungszeitung berichtet, lagen dabei die Vorzahlungen bei etwa der Hälfte der auf umgerechnet 155 bis 175 DM/t angesetzten Preise. Letztere seien Rischnjak zufolge angemessen, da im Lande mit 35 Mio. t eine um mehr als 40 Prozent höhere Getreideernte als im Misserntejahr 2000 und damit auch ein niedrigeres Preisniveau erwartet werden. Das Unternehmen beantragte jetzt bei der Regierung Haushaltshilfen für die Verbilligung von Krediten privater Banken, die es zwecks Finanzierung weiterer Ankäufe aufnehmen will. Außerdem plant es nach Worten von Rischnjak, so genannte Pfandankäufe von Getreide aus der Ernte 2001 in einem Umfang von 1,5 bis 2 Mio. t durchzuführen. Diese werden durch Haushaltszuwendungen in Höhe von mehr als 58,1 Mio. DM unterstützt. Dabei haben die Agrarproduzenten das Recht, ihr Getreide jederzeit nach Begleichung der Lagerungskosten zurückzukaufen. (pom)
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