Vorschlag zur GVO-Kennzeichnung liegt vor

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Den lange erwarteten Vorschlag zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) hat die EU-Kommission gestern Abend in Brüssel vorgelegt. Er umfasst zum ersten Mal Futtermittel und fertiges Mischfutter. Sollte der Kennzeichnungsvorschlag der Kommission in ein bis zwei Jahren verabschiedet sein, müsste zum Beispiel gentechnisch verändertes Sojaschrot und sämtliche Mischfuttermittel, die solches Sojaschrot enthalten, mit "enthält GVO" gekennzeichnet werden. Fleisch, Milch und Eier bleiben von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Dafür müssen Lebensmittel, wie zum Beispiel raffiniertes Sojaöl, zukünftig gekennzeichnet werden, selbst wenn sie kein GVO enthalten, aber aus Vorprodukten mit GVO hergestellt wurden. Für unvermeidbare Verunreinigungen in konventionellen Lebens- und Futtermitteln mit GVO gilt weiterhin ein Schwellenwert von einem Prozent, bis zu dem nicht gekennzeichnet werden muss. Die Kommission möchte mit ihrem Vorschlag erreichen, dass der faktisch bestehende Zulassungstopp für neue GVO in der EU aufgehoben wird. (Mö)
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