Die Zusammenarbeit von Landmaschinenherstellern von der Aussaat bis zur Ernte sorgt nicht nur für höhere Erträge sondern hält auch viele weitere Verbesserungen parat. Einen optimalen Standraum können Landwirte ihren Pflanzen bieten, wenn das Saatgut mit Einzelkornsaat abgelegt wird. Denn damit lässt sich nicht nur der Abstand zwischen den Reihen, sondern auch innerhalb der Reihe exakt steuern. Sogar die Abstimmung der Pflanzenfolge in den benachbarten Reihen kann immer weiter optimiert werden, erklärt Till Markgräfe, Kverneland-Group, beim KWS-Agrarforum in Florstadt.

Die Zuckerrübenaussaat kann sowohl in der Blockablage erfolgen, bei der die Reihen synchron getaktet sind, als auch in der Dreiecks-Ablage, bei der jede Pflanze neben einer Lücke in der Nachbarreihe steht. Diese Dreiecks-Ablage des Saatguts wirkt bis in die Ernte hinein, erklärt Markgräfe. Denn der Rübenroder kann gleichmäßiger fahren, weil das Erntegut gleichmäßiger auf dem Acker verteilt ist.

Die exakte Saatgutablage bietet auch bei der mechanischen Unkrautbekämpfung neue Perspektiven. So kann selbstverständlich zwischen den Reihen gehackt oder gestriegelt werden. Zusätzlich ist es aber auch möglich, innerhalb der Reihen zu hacken und quer zur Aussaatrichtung die Bestände zu überfahren. Denn mit der exakten GPS-gesteuerten Saatgutablage ist die Position jeder einzelnen Pflanze bekannt. Bedingung dafür ist ein zuverlässiges RTK-Signal, betont Markgräfe. Wenn das Signal abreißt, kann manuell nicht so exakt gesteuert werden wie notwendig.

Schnellere Aussaat möglich

Die RTK-Genauigkeit ist ebenfalls Bedingung für Strip-Till, erklärt er. Nur so kann die Maschinenfolge perfekt zusammenarbeiten. Damit werden die Streifen angelegt, in die Dünger ausgebracht und später gesät wird. In den bearbeiteten Streifen erwärmt sich der Boden schneller. Die Saat läuft schneller auf.

Vom Strip-Till-Verfahren profitiere der Landwirt auch beim Unkrautmanagement, berichtet der Technikexperte. Bei richtiger Anwendung diene das Verfahren, bei dem das Wasser besser vom Boden aufgenommen wird, zusätzlich dem Erosionsschutz. (brs)
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