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Vorwürfe gegenüber den deutschen Bauern, sie seien auf dem Weg in eine industrialisierte Landwirtschaft - Stichwort Agrarfabriken - gehen an der Wirklichkeit in Deutschland vorbei. Dies erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, heute auf einer Presseveranstaltung. Gerade die Rinder- und Schweinehaltung werde in Deutschland nach wie vor von bäuerlichen Betrieben getragen. Eine neue, der "Industrialisierung" der Landwirtschaft entgegenwirkende Agrarpolitik einzuklagen und gleichzeitig in der Außenhandelspolitik auf eine Weltmarktorientierung zu setzen, sei unvereinbar, heißt es ferner in einer Erklärung des Präsidiums des Verbandes von gestern. Deshalb fordere der Bauernverband, jetzt endlich bei den WTO-Verhandlungen hohe Verbraucher-, Gesundheits-, Tierschutz- und Umweltstandards als gleichwertige Verhandlungsgegenstände.(GH)
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