Votum für abgespecktes Greening


Einen Teil der Direktzahlungen soll es zukünftig nur noch gegen Umweltleistungen geben. Luis Manuel Capoulas Santos, Berichterstatter im Europäischen Parlament (EP), möchte Strafen bei Verstößen abmildern. Einen ersten Eindruck zu seinem Bericht über die EU-Agrarreform gab der Portugiese am Montag im EP. Danach sollen die Direktzahlungen ab 2014 in einen Basisteil und in einen Begrünungsanteil aufgespalten werden. Nach Auffassung des Berichterstatters sollen Landwirte aber nicht mehr die gesamten Direktzahlungen verlieren, wenn sie sich nicht an den neuen Umweltauflagen beteiligen. Die EU-Kommission sieht dies vor.

Nicht genutzt Gelder für die „Begrünung" sollen für Umweltmaßnahmen in der 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verwendet werden, schlägt der portugiesische Sozialdemokrat vor. Außerdem sollen Landwirte, die weniger als 20 ha bewirtschaften, von den neuen Umweltauflagen befreit werden. Capoulas Santos fordert eine stärkere Umverteilung der Direktzahlungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Die EU-Kommission will die bisher Benachteiligten auf 90 Prozent des heutigen EU-Durchschnitts anheben. Der Berichterstatter im EP möchte, dass Landwirte in alle EU-Mitgliedstaaten mindestens das heutige Durchschnittsniveau bekommen. Bei den geforderten Obergrenzen für Direktzahlungen bewegt sich Capoulas Santos auf der Linie der EU-Kommission. (Mö)  
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