Wie der börsennotierte Konzern mitteilte, legte der Umsatz gegenüber der ersten Jahreshälfte 2015 um 2,4 Prozent auf 10,45 Mrd. US-Dollar (9,36 Mrd. € zu. Deutlich stärker nach oben ging es mit dem operativen Gewinn, der um 15,0 Prozent auf 838 Mio. US-Dollar (750 Mio. €) stieg. Einen wesentlichen Beitrag zu den positiven Halbjahreszahlen trug der 2013 übernommene US-Fleischkonzern Smithfield Foods bei. Auf diesen entfielen 56,4 Prozent der Umsatzerlöse, und sein Anteil am operativen Gewinn kletterte von 44,9 Prozent in der Vorjahresperiode auf jetzt 48,1 Prozent.

Smithfield-Produkte in China gefragt

Der Vorsitzende der WH Group, Wan Long, bezeichnete das Betriebsergebnis angesichts der preisbedingt gebremsten Nachfrage in China und den gesunkenen Schweinenotierungen in den USA als „zufriedenstellend“. Im wichtigen Geschäftsfeld der verpackten Fleischprodukte habe der operative Gewinn um 5,5 Prozent auf 769 Mio. US-Dollar (688 Mio. €) zugelegt und sich bei Schweinefrischfleisch sogar auf 191 Mio. US-Dollar (171 Mio. €) mehr als verdreifacht. Dazu beigetragen hat laut Wan ein verbessertes Produktportfolio in China, in das neue Markenprodukte von Smithfield wie Bauchfleisch, Schinken und Würstchen aufgenommen wurden. Zudem hätten in den USA Produktionskosten gesenkt und insgesamt Synergien in dem globalen Konzern realisiert werden können.

Günstige Importe aus den USA

Nach Einschätzung von Marktexperten profitierte die WH Group auch von der unterschiedlichen Marktentwicklung in den USA und China, indem preiswerteres US-Schweinefleisch in die knapp versorgte und hochpreisige Volksrepublik geliefert wurde, berichtet die Allgemeinde Fleischerzeitung. (az)
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