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Der Weizenkontrakt der Warenterminbörse Hannover AG (WTB), Hannover, wird voraussichtlich erneut verändert und sich damit wieder an die ursprünglichen Konditionen annähern. Ursache ist die schwache Nutzung des derzeitigen Exportkontrakts, der auf Anregung der Wirtschaft angeboten wird, berichtete Hermann Bischoff von der WTB auf dem BLE-Gespräch auf in der Bundeslehranstalt Burg Warberg am vorigen Donnerstag. Seit dem Wirtschaftsjahr 2002/03 spiele der Export wegen unpassender Qualitäten (Ernte 2002) sowie kleiner Ernten keine prägende Rolle im deutschen Getreidehandel. Daher solle auch der Weizenkontrakt der WTB auf den innergemeinschaftlichen Handel orientiert werden.

Voraussichtlich werde er sich ab Januar (Laufzeit ab Februar) 2004 auf EU-Weizen mit 11 Prozent Rohprotein (derzeit 12 Prozent) beziehen. Die Feuchtigkeit bleibe bei 15 Prozent, die Fallzahl bei 220 Sek., das hl-Gewicht mit 76 kg sowie Bruchkorn mit 5 und Besatz mit 2 Prozent begrenzt. Auch an den Liefermonaten ändere sich mit September, Dezember, Februar und Mai nichts. Die Mindestliefermenge laute 500 t. Die Lieferpunkte seien fca Mittellandkanal (Minden -Magdeburg) einschließlich der Stichkanäle, fca Main (Würzburg - Bamberg) und fca Mosel (Metz - Frouard); von diesen seien auch die Handelsbedingungen abhängig. Falls auch dieser Kontrakt nicht angenommen werde, dürfte der gesamte WTB-Weizenkontrakt zur Disposition gestellt werden. (GH)

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