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Bei den Agrarverhandlungen der WTO in Genf hat es in dieser Woche keine sichtbaren Fortschritte gegeben. Der EU, der Schweiz und Südkorea geht das zweite Kompromisspapier des WTO-Agrarausschuss-Vorsitzenden, Stuart Harbinson, zu weit. Bulgarien und Japan wollen es noch nicht einmal als Verhandlungsgrundlage akzeptieren. Die großen Agrarexportnationen, die sich in der Cairns-Gruppe zusammengeschlossen haben sowie die USA, halten das Papier dagegen für zu wenig ambitioniert. Harbinson hat die Kontrahenten aufgefordert, sich an einen Tisch zu setzen und nach Lösungen zu suchen. Bevor er nicht weitere Ansätze für Kompromisse von den WTO-Mitgliedstaaten vorgeben bekomme, komme man nicht weiter, erklärte Harbinson in Genf. Am kommenden Wochenende besteht die letzte Möglichkeit, vor der gesetzten Frist am 31. März zu einer Lösung zu kommen. Dies wird aber nach dem bisherigen Verlauf der Verhandlungen von den meisten Beobachtern ausgeschlossen.(Mö)
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