WTO-Fahrplan in Gefahr

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Um mindestens eine Woche verspäten sich die nächsten Schritte in den Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO). Der vorgesehene Zeitplan ist im WTO-Agrarausschuss am vergangenen Freitag in Genf durcheinandergeraten. Die Ausschussmitglieder baten um mehr Zeit, um über den Handel mit tropischen Produkten sprechen zu können. Außerdem bleibt die Berechnung von Einfuhrkontingenten für sensible Produkte umstritten. Der Ausschussvorsitzende Crawford Falconer hat für den 30. April eine weitere Sitzung anberaumt und sieht sich folglich erst in der Woche ab dem 5. Mai in der Lage, ein neues Kompromisspapier vorzulegen. Ein Durchbruch sei möglich, machte am Sonntag WTO-Generaldirektor Pascal Lamy auf der UNCTAD-Konferenz in Ghana Mut. Er kündigte eine WTO-Ministerkonferenz für Ende Mai an. Der ursprünglich geplante Termin in der Woche ab dem 19. Mai ist nicht mehr einzuhalten. (Mö)
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