WTO: Neuer Anlauf bis März 2007


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In Rio de Janeiro bekräftigten am Wochenende die WTO-Mitgliedsstaaten ihr Interesse am Abschluss der Doha Runde. Zwischen November 2006 und März 2007 sei der Zeitraum für einen neuen Anlauf zu Einigung, erklärte WTO-Generaldirektor Pascal Lamy in Brasilien. Es war das erste größere Treffen nach dem Scheitern der WTO-Verhandlungen im Juli in Genf. In Rio de Janeiro trafen sich nicht nur die in der G-20 Gruppe zusammengeschlossenen Schwellenländer. Neben dem Generaldirektor Lamy waren alle entscheidenden Unterhändler aus den USA, der EU und Japan angereist. Der Wille zum Weitermachen wurde bekräftigt, aber weiter kamen die Teilnehmer nicht. Weder weitere Zugeständnisse noch eine konkrete Terminplanung gab es in Rio. Allenfalls Mutmaßungen und Empfehlungen. Vor den Halbzeitwahlen in den USA am 7. November könne es kaum losgehen, war man sich einig. Dafür müsse es zu Beginn des neuen Jahres dann um so schneller gehen. Wenn die USA ihre Farm Bill 2007 überarbeiteten, bräuchten sie klare Vorgaben von der WTO über das Ausmaß für den Subventionsabbau, betonte EU-Handelskommissar Peter Mandelson. (Mö)
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