WTO: US-Amerikaner bewegen sich


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Die USA haben zum ersten Mal in der Doha-Runde der WTO ein Angebot gemacht, das Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen bringt. Die Amerikaner sind inzwischen breit, die Obergrenze für die interne Stützung der Landwirte abzubauen. Sie akzeptieren die vom WTO-Sekretariat vorgeschlagene Spanne von 13 bis 16,4 Mrd. US-$ pro Jahr als Obergrenze für ihre Preisstützungen. Bisher lautete das offizielle Verhandlungsangebot 23 Mrd. US-$ und hinter vorgehaltener Hand gingen die USA schon mal auf 17 Mrd. US-$ runter. Die Amerikaner hoffen mit ihrem Angebot vergangene Woche in Genf, dass anhaltend hohe Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse auf dem Weltmarkt umfangreiche Ausgleichszahlungen überflüssig machen. Außerdem möchten die USA die Doha-Runde möglichst noch in diesem Jahr zu Ende bringen, bevor der Präsidentschaftswahlkampf so richtig los geht.

"In den Koloss ist Bewegung gekommen", meinte Crawford Falconer, Vorsitzender des WTO-Agrarausschusses nach dem Ende eines dreiwöchigen Verhandlungsmarathons in Genf. Auch andere Beobachter sind für den Agrarsektor inzwischen optimistischer. (Mö)

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