WTO: USA und EU sollen nachbessern

1

Der Vorsitzende des WTO-Agrarausschusses, Crawford Falconer, hat am Montag deutlich klar gelegt, dass die Mitgliedstaaten in ihren Angeboten für die Doha-Runde nachbessern müssen, allen voran die USA und die EU. In seinem Papier forderte er eine Kürzung der internen Stützung, die den Handel verzerrt. Es sei ihm unbegreiflich, weshalb die USA nach dem Ende der Doha-Runde ihren Landwirten mehr als heute zahlen wollten, kritisierte der Diplomat mit scharfen Worten. Die USA haben eine "Kürzung" der internen Stützung auf 22 Mrd. US-$ pro Jahr angeboten. Falconer fordert hingegen eine Obergrenze zwischen 12 und 19 Mrd. US-$.

Auch die EU soll sich nach Meinung Falconers weiter bewegen. Dieser erkennt die bisherigen Zugeständnisse der EU zwar an, verlangt aber erneute Nachbesserungen. Mit einer durchschnittlichen Senkung der Agrarzölle um 50 Prozent zeigt er sich einverstanden. Für besonders geschützte Produkte wie Butter oder Rindfleisch soll die EU ihren Markt aber deutlicher öffnen. Schließlich soll der Anteil der sensiblen Produkte auf unter 5 Prozent aller Agrarzolllinien abgesenkt werden. Dagegen wehrt sich vor allem Japan. (Mö)

stats