WTO-Verhandlungen am Scheitelpunkt

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WTO-Verhandlungen sind in Genf an einem kritischen Punkt angelangt. In der Nacht zum Donnerstag wurde ein mögliches Gleichgewicht zwischen dem Marktzugang für Industrieprodukte und weiteren Zugeständnissen im Agrarsektor ausgelotet. Eine Einigung wurde noch nicht erzieht. Bisher verweigern Brasilien und Indien eine ausreichende Öffnung ihrer Märkte für Industrieprodukte. EU-Handelskommissar Peter Mandelson möchte aber keine weiteren Zugeständnisse machen, bevor sich die Schwellenländer nicht bewegen. Die USA lehnen spezielle Schutzklauseln ab, mit denen sich Entwicklungsländer vor plötzlichen Importzuwächsen schützen möchten. Dienstleistungen sollen erst am kommenden Samstag in die Verhandlungen einbezogen werden. (Mö)
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