WTO-Verhandlungen gescheitert


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Das G-6-Treffen am Sonntag brachte nichts Neues. Die wichtigen WTO-Länder fanden nicht zusammen. Am Montagmittag erklärte WTO-Generaldirektor Pascal Lamy deshalb die Verhandlungen für gescheitert und vertagte die Doha-Runde auf unbestimmte Zeit. Die USA hätten sich keinen Millimeter von der Stelle bewegt, hieß es von EU-Seite nach einem 14-stündigen Treffen am Sonntag in Genf. Von dem gemeinsamen Geist, der die G-6-Länder in St. Petersburg noch zusammengeführt habe, sei nichts mehr zu spüren gewesen. Die EU sowie viele Schwellen- und Entwicklungsländer machen die USA für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich. Jahre könne es nun dauern, bis die Doha-Runde abgeschlossen wird, vermutet man in Genf. Nach Ansicht von EU-Handelskommissar Peter Mandelson sind die Entwicklungsländer die Hauptverlierer. Ein multilaterales Programm zum Abbau von Agrarsubventionen in den reichen Ländern hätte das Herzstück der Reform werden sollen, erklärte der EU-Handelskommissar. Jetzt hätten die Entwicklungsländer das Nachsehen. (Mö)
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