WTO darf Gemeinsame Agrarpolitik nicht gefährden

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Die EU werde es nicht hinnehmen, dass die kommende WTO-Runde den Fortbestand der Gemeinsamen Agrarpolitik gefährde, erklärte Agrarkommissar Franz Fischler zu Beginn der Woche bei seiner Ankunft in Seattle. Die Liberalisierung des Agrarhandels sei für die EU ein empfindliches Thema, so wie sich andere WTO-Partner mit dem Umweltschutz oder der Nahrungsmittelsicherheit auf der Tagesordnung der kommenden Verhandlungsrunde schwer täten. Am Schluss dürfe es nicht Gewinner und Verlierer geben, grenzte Fischler den Verhandlungsspielraum der EU im Agrarbereich weiter ein. In Seattle wurde am Dienstag die erste Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation WTO offiziell eröffnet. Die EU würde gerne ein möglichst weites Regelwerk mit den WTO-Partnern absprechen. Dazu gehören weltweite Investitions- und Wettbewerbsregeln sowie Standards für den Umwelt- und Tierschutz sowie für die Nahrungsmittelsicherheit. (Mö)
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