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Die Doha-Runde der WTO sieht sich nach einer enttäuschenden Woche in Schwierigkeiten. Auf Grund unterschiedlicher Vorstellungen der Mitgliedsländer zum Marktzugang enden die Verhandlungen ohne nennenswerte Durchbrüche, teilt Agra-Europe, London, mit. Tim Groser, der Vorsitzende der Verhandlungen, gab heute bei einem Treffen des WTO-Kommitées zu, dass die Gespräche zum Erliegen gekommen seien. Diese Realität dürfe nicht kaschiert werden, fügte er hinzu. Klare politische Entscheidungen führen, laut Groser, allerdings zu einem Neubeginn der Verhandlungen und bahnen den Weg für ein erfolgreiches Treffen der Minister im Dezember. Die Gesamtsituation der Doha-Runde sei für Generaldirektor Supachai Panitchpakdi enttäuschend, aber nicht katastrophal. Die Wirtschafts- und Handelsminister der 20 Mitgliedsstaaten zeigten sich zuversichtlich, dass mit dem notwendigen politischen Willen eine Einigung im Dezember erreicht werden könne. (ED)
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