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Die WTO-Verhandlungen werden keine reine Liberalisierungsrunde. Fragen des Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutzes sowie Sozialstandards stehen nach Seattle ebenso auf der Tagesordnung wie die Sicherung der Welternährung. Dies sagte der Staatssekretär beim Bundeslandwirtschaftsminister, Dr. Martin Wille, gestern auf dem 27. Internationalen Agrarseminar 2000 der Europäischen Akademie Schleswig-Holstein in Husum. Wille bekräftigte die Position der EU, eine umfassende Verhandlungsrunde anzustreben, in die alle WTO-relevanten Fragen einbezogen werden sollten. Die Verhandlungen über ein möglichst großes Paket dürften einen Interessenausgleich zwischen den WTO-Mitgliedern erheblich erleichtern. Außerdem solle das Prinzip der Gesamtverpflichtung gelten, das heißt, es sei so lange nichts beschlossen, bis zu allen Themen Einvernehmen hergestellt worden sei. (ED)
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