Die Welthandelsorganisation WTO geht in diesem Jahr von einem höheren Welthandel aus. Erwartet wird ein Wachstum um mindestens 10 Prozent. Dies erklärte WTO-Generaldirektor Pascal Lamy am vergangenen Freitag anlässlich der Präsentation des Jahresberichts in Schanghai. Im März war noch ein Wachstum von 9,5 Prozent vorausgesagt worden, berichtet das Wiener Agrarinformationszentrum. Ein Grund für diese positiven Aussichten, nachdem im vergangenen Jahr durch die Finanzkrise ein Minus von 12 Prozent verzeichnet wurde, ist laut WTO das dynamische Wirtschaftswachstum in China. Die WTO fordert zudem, dass die Staaten ihre Zusammenarbeit im weltweiten Rohstoffhandel weiter ausbauen sollten, um "künftige Spannungen " zu verhindern.

Exportsteuern und Mengenbeschränkungen, die zumeist von rohstoffreichen Staaten verhängt würden, kritisierte die WTO. Diese Abgaben machten 11 Prozent des Rohstoffhandels aus, während die Geschäfte mit anderen Waren nur mit 5 Prozent Steuern belastet würden. Zur Lösung dieses Problems drängte Lamy erneut auf einen raschen Abschluss der festgefahrenen Doha-Runde. (az)
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