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Die neuen, von der EU-Kommission bei der WTO vorgelegten Konzessionen im Agrarbereich gehen nicht nur über das ihr vom Ministerrat erteilte Verhandlungsmandat, sondern auch weit über das Maß des Erträglichen für die Betroffenen hinaus, kritisierte der Vorsitzende der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ), Dr. Hans-Jörg Gebhard, die jüngsten WTO-Angebote von EU-Handelskommissar Peter Mandelson. Es sei nicht mehr nachvollziehbar, dass man auf der einen Seite seit Monaten über einen konkreten Vorschlag zur Reform der Zuckermarktordnung verhandle und gleichzeitig in Genf mit neuen Zahlen operiere, die in ihrer Wirkung diese einschneidende Reform noch übertreffen. Kritik übte der WVZ-Vorsitzende auch an der Entscheidung der WTO, für die Umsetzung des Zuckerpanels nur einen Zeitraum von zwölf Monaten zu gewähren. Diese Entscheidung des Schiedsrichters lasse die praktischen Notwendigkeiten der Wirtschaft weitgehend unberücksichtigt. (ED)
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