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Auch unter den Bedingungen der Agrarreform bleibt Wachstum die sicherste Möglichkeit, betriebliches Einkommen zu sichern. Die Pachtpreise werden in den kommenden Jahren anziehen."Einen Haupterwerbsbetrieb einkommensstabil zu halten, bedingt betriebliches Wachstum", sagte Prof. Werner Großkopf von der Universität Hohenheim anlässlich der Agrartagung der Volks- und Raiffeisenbanken in dieser Woche in Öhringen. Großkopf erwartet, dass die Pachtpreise zuerst eine Phase der Irritation durchlaufen, bis sie sich auf das neue System der Flächenprämien eingestellt haben. Ab dem Jahr 2010 wird der Pachtpreis für weniger gutes Ackerland im Vergleich zu heute relativ hoch sein, berichtet die Agrarzeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Ebenso wird der Pachtpreis für Grünland steigen, vor allem auf den schwächeren Standorten, prognostiziert der Agrarökonom.

Als besonders risikoreich schätzt Großkopf die einzelbetriebliche Energieerzeugung über Biogas ein. In diesem Bereich sei eine Euphorie ausgebrochen, die sich nur in wenigen Fällen positiv auf das Einkommen auswirken werde. Großkopf ist sich nicht sicher, dass die Zahlungsvereinbarungen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wirklich über die gesamte Laufzeit der Verträge eingehalten werden können. (HH)
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