Mit seinem Weizensorten nimmt RAGT Deutschland mittlerweile Platz 5 laut Marktforschungsunternehmen Kleffmann ein. Dies sieht Dr. Thomas Mellinger, geschäftsführer RAGT Saaten Deutschland als besonderen Beleg für die hohe Qualität der Sorten. Der Vertrieb eigener Weizensorten sei erst im Jahr 2007 gestartet. Der Schwerpunkt der Züchtung liegt auf A-Weizensorten, die in Deutschland 50 Prozent der Anbaufläche einnehmen.

Neben Ertrag legt die Züchtung für RAGT, die unter dem Dach der R2n erfolgt, großen Wert auf Gesundheit, Standfestigkeit, Winterhärte und Auswuchssicherheit. Dennoch sei nun mit RGT Reform eine Sorte mit sehr hohem Ertragspotenzial am Start. Die Gesundheit sei für den Landwirt ein zusätzlicher Nutzen, den er sicher nicht in jedem Jahr spüren werde, räumt Hilmar Cöster ein. Der Leiter des deutschen Weizenzuchtprogramms von R2n betont: „Immer den kompletten Pflanzenschutzmitteleinsatz zu fahren, ist nicht mehr zeitgemäß.“

Außerdem will RAGT künftig auch Braugerste und Raps ins Sortiment mit aufnehmen. Vom Hype für Soja will das Unternehmen ebenfalls profitieren. Zurzeit hält das es rund 25 Prozent Marktanteil in Deutschland. Zwei neue Sorten kündigt Mellinger ebenfalls an. (brs)
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