Agravis

Wachstumskurs verliert an Schwung


Von einem „respektablen Jahr“ spricht die Agravis Raiffeisen AG, Münster und Hannover, mit Blick auf die Geschäftszahlen für 2014. Ein „erneuter Spitzenwert“ stünde allerdings nicht zu erwarten, heißt es weiter in der Vorschau auf die Jahresbilanz, die Agravis am 12. März vorstellen wird.

Aktuell geht das Unternehmen davon aus, den Umsatz „oberhalb der 7-Mrd-Euro-Linie“ zu festigen. Im Jahr 2013 hatte der Agrarhändler mit knapp 7,5 Mrd. € noch ein Umsatzplus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr realisiert. Zum Ergebnis vor Steuern heißt es lediglich, dass dies „nach ersten noch vorläufigen Zahlen“ erfolgreich ausfallen dürfte.

Agravis spricht von Währungsverlusten, „vor allem im Bereich des Rubels“ und „Marktverwerfungen im hochvolatilen Getreide-Großhandelsgeschäft“, die im Gesamtergebnis für „Rücksetzer“ gesorgt hätten. Gleichzeitig betonen die Münsteraner, dass „nahezu alle Bereiche und Arbeitsfelder im vergangenen Geschäftsjahr sehr gute Ergebnisse“ erzielt hätten. Agravis-Chef Dr. Clemens Große Frie bezeichnet das abgelaufene Geschäftsjahr denn auch als „Zwischenstation“ für weiteres Wachstum.

Mit Blick auf die Zukunft kündigt Agravis an, durch das Gewinnen von Marktanteilen sowie durch Zukäufe zu wachsen. Als Beispiel nennt der Agrarhändler die geplante Übernahme der Getreide AG gemeinsam mit ihrem dänischen Joint-Venture-Partner, der Dava Agravis International Holding A/S. Hierfür steht die Genehmigung durch das Bundeskartellamt noch aus. (pio)
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