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Enorme Fortschritte und eine chancenreiche Zukunft bescheinigte Horst Köhler, Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), London, den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL). Auf dem Ost-West-Agrarforum am Samstag in Berlin prognostizierte Köhler den Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa für das Jahr 2003 durchschnittlich ein Wachstum von 5 Prozent, das damit doppelt so hoch liege wie in Westeuropa. Mit Ausnahme von Weißrussland sieht Köhler in allen MOEL die Entwicklung zur Demokratie als unumkehrbar. Die nach wie vor bestehende Korruption und Missachtung der Rechtsstaatlichkeit ist den Menschen nicht angeboren, sondern die Folge von noch bestehenden Lücken in den staatlichen Ordnungspolitiken, sagte Köhler. Die EBWE verfolge daher vorrangig das Ziel, in den MOEL Institutionen zu etablieren. Außerdem konzentriere sie sich auf den Aufbau eines dynamischen Mittelstandes. (ts)
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