Jahresabschluss

Währungseffekte treffen DuPont


Ein starker US-Dollar hat DuPont zugegesetzt.
-- , Foto: Martin Kolb / pixelio.de
Ein starker US-Dollar hat DuPont zugegesetzt.

DuPont de Nemours, Wilmington/Delaware, hat im Gesamtjahr 2015 mit 25,1 Mrd. US-$ etwa 12 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. Das operative Ergebnis brach sogar um 20 Prozent auf 2,5 Mrd. US-$ ein.

Das Agrargeschäft verbuchte 2015 einen Umsatzrückgang um 13 Prozent auf rund 9,8 Mrd. US-$. Ganze 30 Prozent und damit deutlicher als erwartet sackte das operatives Ergebnis auf 1,6 Mrd. US-$ ab.

Im Umbau
DuPont befindet sich mitten im Umbau. Dieser beruht zum einen auf einem strikten Sparprogramm. Zum anderen ist ein Zusammenschluss mit Dow Chemicals geplant. Das fusionierte Unternehmen Dow-DuPont soll in drei Teilkonzerne – Landwirtschaft, Grundchemie und Spezialchemie – aufgespalten werden. Damit ist absehbar, dass in den kommenden Monaten weitere Veränderungen in der Unternehmensstruktur und der strategischen Ausrichtung anstehen. (az)

Die Schwäche im Agrarsegment, zu dem Pflanzenschutzmittel und Saatgut der Marke Pioneer gehören, führt das Unternehmen auf die massiven Währungseffekte sowie den negativen Einfluss der Abwicklung der LaPorte Produktionsanlage zurück. Der Anstieg der lokalen Preise in Kombination mit Kostensenkungen und Produktivitätsverbesserungen hätten diese Effekte nicht kompensieren können, erklärte das Unternehmen.

Durch diese Entwicklung ist die Agrarsparte des Unternehmen im vierten Quartal 2015 sogar in die roten Zahlen gerutscht. Für 2016 erwartet das Unternehmen weiteren Druck durch  weltweit schwierige Bedingungen für die Landwirtschaft sowie durch die Verlangsamung des Wachstums in den Schwellenländern. Das Unternehmen plant daher Einsparungen und Restrukturierungsmaßnahmen, die aber erst in der zweiten Jahreshälfte 2016 Wirkung zeigen können. (mrs)
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