Währungsverluste belasten Agrana


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Das österreichische Zuckerunternehmen Agrana hat ein wechselhaftes Geschäftsjahr 2008/09 hinter sich. Hohe Währungsverluste musste die Südzucker-Tochtergesellschaft im 1. Halbjahr verkraften, im 2. Halbjahr erholten sich die Preise für Rohstoffe und Energie. Vor allem die Abwertungen zahlreicher osteuropäischer Währungen belasteten das Ergebnis 2008/09 (März/Februar) und führten unterm Strich zu einem Verlust von fast 16 Mio. €, nach einem Gewinn von 64 Mio. € im Vorjahr. Die Geschäftsfelder Zucker, Stärke (einschließlich Bioethanol) und Frucht verbesserten den Umsatz 2008/09 um 7 Prozent zum Vorjahr auf rund 2 Mrd. €. Dazu beigetragen haben neue Bioethanolkapazitäten in Pischelsdorf und Ungarn. Der Segmentumsatz Zucker lag mit 702,5 Mio. € um 6,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zucker trägt jetzt noch 35 Prozent zum Umsatz bei. In Kürze beginnt Agrana mit der Rohzuckerverarbeitung in Bosnien-Herzegowina.

Agrana-Vorsitzender Johann Marihart rechnet für 2009 mit einer Erholung der Rohstoffmärkte. Ein kleiner Geldsegen kommt aus Brüssel, da im Juni rund 40 Mio. € aus dem Restrukturierungsfonds für die zurückgegebenen Quoten zurückgezahlt werden. (da)

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