Deutsche Eier seien bereits jetzt äußerst knapp geworden, so die DEU. Während das Einzelhandelsgeschäft derzeit noch schwach sei, gebe es im klassischen Markthandel einen Absatzboom. Das Angebot sei bereits jetzt knapp und könne sich noch weiter reduzieren. Bei einer Normalisierung des Absatzes für Konsumeier sowie in der Verarbeitungsindustrie können eine wirkliche Knappheit auftreten. Unterdessen haben die Discounter Ald Nord und Aldi Süd bekannt gegeben, ihre Regale für Schaleneier wieder zu befüllen.

Für viele der unverschuldet betroffenen Eiererzeuger habe ein Überlebenskampf begonnen, heißt es von der DEU. Der Schaden werde in die Millionenhöhe gehen. Dabei bleibe die Frage offen, wer für die Krise zur Rechenschaft gezogen werden könne und wer die Kosten tragen werde. Die Hühnerhalter sowie die nachfolgenden Produktions- und Veremarktungsbetriebe seien Opfer der Ereignisse, keinesfalls Täter, betont die Organisation. Es sei wieder einmal bedauerlich, dass durch einer derartigen Vorgang zunächst alle Betriebe unter Generalverdacht gestellt worden sein. Nach Einschätzung der DEU werde es längerfristig Veränderungen am Eiermarkt geben. Dabei zu berücksichtigen sei, dass auch die Vogelgrippe immer wieder zurückkehren könne. (jst)
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