Tarifverhandlungen

Warnstreik vor Nordzucker-Zentrale


Die heutigen Warnstreiks der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) finden im Rahmen der laufenden Entgelt-Tarifverhandlungen der deutschen Zuckerindustrie statt. Aus Protest gegen das bisherige Angebot der Arbeitgeber demonstrierten am Montag vormittag Beschäftigte aus der niedersächsischen Zuckerindustrie für höhere Löhne. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 4,5 Prozent über ein Jahr. „Davon würden allein im Nordzucker-Werk Clauen rund 160 Menschen profitieren. An allen deutschen Standorten sind es fast 1.300 Beschäftigte. Am kommenden Donnerstag, den 30. Juni, werden die Verhandlungen in der vierten Runde in Hannover fortgeführt.


Die Tarifverhandlungen werden für die gesamte Branche zentral auf Bundesebene geführt. Die Tarifverträge haben bundesweite Gültigkeit für alle Unternehmen und Standorte der Zuckerindustrie. „Wir haben uns in den letzten Verhandlungsrunden aufeinander zu bewegt, konnten allerdings noch kein abschlussreifes Resultat erzielen. Unser Ziel ist es aber, in der nächsten Verhandlungsrunde eine Einigung herbeizuführen“, erklärt Christian Kionka, Leiter Unternehmenskommunikation und Public Affairs bei Nordzucker gegenüber agrarzeitung.de. „Weitere Details der Verhandlungen möchten wir nicht in der Öffentlichkeit kommentieren. Es ist in unserem Interesse, die Verhandlungen baldmöglichst mit einem tragbaren Ergebnis für beide Seiten abzuschließen", sagte Kionka.“

Auch in den Südzucker-Werken ist der Unmut über das Verhalten der Arbeitgeber groß. Mitarbeiter der Werke Ochsenfurt und Plattling beteiligten sich am Streik. Es war seit 25 Jahren die erste Demonstration dieser Art. (da)
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