Prognosen, welche Konsequenzen ein Handels-Abkommen mit den USA für die europäische Landwirtschaft im Detail haben könnte, hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) Joachim Rukwied noch nicht vorliegen. Dennoch warnt er vor einem Abkommen in einem Gespräch mit der Lebensmittel Zeitung, die wie die agrarzeitung im Deutschen Fachverlag (dfv) erscheint.

„Durch die Unterschiede in den Auflagen beim Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz könnte erheblicher Wettbewerbsdruck entstehen“, glaubt Rukwied. „Das müssen wir unbedingt vermeiden. Wir stehen dem Vorhaben nur positiv gegenüber, wenn alle Seiten profitieren. Wenn die Politik uns unterstützt, können wir unsere Stärken, was die Produktqualität, Infrastruktur und Ausbildung betrifft, ausspielen. Wenn das nicht passiert, könnte sich die Situation schnell gänzlich anders darstellen.“

Dafür gibt Rukwied im Interview mit der Lebensmittel Zeitung bereits beim heftig umstrittenen Thema Hormon-Fleisch Entwarnung: „Nach unseren Erkenntnissen wird der Einsatz von Hormonen definitiv nicht Bestandteil der Verhandlungen sein, Lebensmittel an sich aber sind auf jeden Fall dabei.“ (az)
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