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Polen und Ungarn einigten sich auf die Beilegung von Streitigkeiten, die durch die gegenseitige Abschaffung von Präferenzen im Handel mit Produkten der Land- und Fischwirtschaft ausgelöst worden waren. Wie der Warschauer Fernsehsender TVP meldet, wurde während des jüngsten Besuchs des polnischen Landwirtschaftsministers, Artur Balazs, in Budapest unter anderem verabredet, dass Ungarn im laufenden Jahr nach Polen unbeschränkte Mengen von Mais sowie bis zu 200.000 t Weizen und 5.000 t Geflügel, aber auch 10.000 t Tomatenmark und 2.000 t Schweinefleisch zu Vorzugskonditionen exportieren darf. Im Gegenzug kann Polen nach Ungarn zu gleichen Bedingungen Fischereiprodukte in einem Wert von bis zu 5 Mio. US$ liefern. Da die Absprachen vorerst nur bis Ende 2001 gelten, so Balazs, sollen noch im Herbst Verhandlungen über die weitere Liberalisierung des Agrarhandels aufgenommen werden. Für die Perspektive strebe Polen ähnliche Vereinbarungen mit Ungarn an, wie sie im Rahmen der Handelsliberalisierung mit der EU getroffen worden sind. (pom)
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